Warum das eine, warum das andere…
In uns selbst und in unserem gemeinsamen Sein tragen wir Menschen ein unglaublich großes Potenzial, zu werden, wer wir sind. In allem, was war, ist und sein wird, können wir eine tiefe innere Selbstwirksamkeit finden. Ob wir etwas erhalten, verändern oder uns selbst wiederfinden möchten – sowohl im Yoga als auch im Coaching habe ich ein klares Wissen über den Menschen und kraftvolle Werkzeuge erfahren dürfen.
Manchmal braucht es altes, tiefes Wissen, um Körper, Atem und Geist wieder in Bewegung zu bringen und zu vereinen.
— YOGA —
Manchmal braucht es gute Fragen und neue Perspektiven, um Räume zu öffnen, Ressourcen sichtbar zu machen und eigene Lösungen zu finden.
— COACHING —
Und manchmal braucht es einen Wegbegleiter.
Auf meinem Weg durfte ich mit Sriram als meinem Lehrer Yoga in der Tradition nach Krishnamacharya und Desikachar kennenlernen und in großer Tiefe erfahren. Dieser Weg hört für mich nie auf – und genau darin finde ich Sinn und Freude.
Neben allem, was ich über Körper, Atem, Geist und Stimme sowie deren Verbindung lernen durfte, neben aller Philosophie, die mich begleitet und die ich immer weiter vertiefe, habe ich auch eines erfahren:
Gesehen, gewürdigt und gefördert zu werden – mit allem, was ich bin. Immer wieder.
Und ich habe konkrete Werkzeuge an die Hand bekommen, abgestimmt auf mich und meine Bedürfnisse, mit denen möglich wurde, was zuvor unerreichbar schien.
Eine ähnliche Haltung habe ich auch im systemischen Coaching erlebt. Durch Fragen, Worte und neue Perspektiven entsteht Raum. Ich werde dort abgeholt, wo ich gerade bin. Ressourcen und Lösungen werden nicht im Außen gesucht, sondern in mir selbst sichtbar gemacht. Daraus können konkrete Schritte entstehen.
In diesem Gesehen- und Gewürdigtwerden eröffnet sich eine tiefe Selbstwirksamkeit und schöpferische Kraft.
Für mich bedeutet das: Lebendigkeit - ein nie endendes Vertiefen und Weiterwerden.
Warum beides – reicht nicht eines?
Yoga ist meine große Leidenschaft. Ein stetiges Entwickeln, Reflektieren und Dahinterschauen – mit allem, was dazugehört. Für mich ist Yoga ein großer Schatz und in sich vollkommen.
Und dennoch bringt uns das Leben manchmal an Punkte, die sich nicht erklären lassen. Ich kann nicht in Worten allein erklären, warum große Zweifel meinen Yogaweg für eine Zeit geschnitten haben. Doch es waren Worte, die mir eine Brücke zurück gebaut haben.
Die Erfahrung, dass es für alles, was wir tun, mindestens einen guten Grund gibt, hat mich tief berührt. Diesen Grund im Coaching erkennen und formulieren zu können und mein Ziel und meinen Wunsch klar benennen zu können, hat mich wieder in Bewegung und Verbindung zu dem gebracht, was mir wirklich wichtig ist. Yoga war immer da. Diesen Schatz habe ich nie verloren.
Eine Brücke hat mich zurückgeführt: zu einer Tradition, die das Individuum anerkennt, immer wieder neu, und zu einem Lehrer, der mich bis heute tief berührt. Weil er ein großes Wissen lebt und weitergibt.
Und genau deshalb bereichern sich Yoga und Coaching auch in meiner Begleitung von Menschen gegenseitig.
Wenn wir Menschen wirklich berühren, können sich weite Räume und neue Möglichkeiten eröffnen. Authentisch vermitteltes Wissen bewegt und ermöglicht uns Selbstwirksamkeit.
In der Yogaphilosophie geht es um die Komplexität des Menschen und seines Weges: Was gehört alles zu uns? Was hält uns zurück? Was bringt uns weiter? Auf welchen Ebenen bewegen wir uns? Wie wirkt alles miteinander? Und es geht um Beziehung – zu uns selbst, zueinander und zu etwas Größerem.
Der systemische Ansatz spiegelt diese Komplexität ebenfalls wider. Er betrachtet den Menschen als mehr als die Summe seiner Teile. Alles steht miteinander in Beziehung und jede Verbindung wirkt.
Gerade in dieser Komplexität liegt ein großes Potenzial.
Sowohl im Yoga als auch im Coaching geht es um unser Tun – nach innen und nach außen. Es geht um Gestaltungsmöglichkeiten, um konkrete Werkzeuge und um ein nie endendes Lernen und Erkennen im Leben.
Es geht darum, weiter und freier zu werden. Um Stille. Um Frieden in uns selbst.
„Schau in das Leuchten der Augen der anderen“, sagte Gunther Schmidt, Begründer der Hypnosystemischen Therapie, in einem Interview.
Diese wertschätzende und anerkennende Haltung trägt einen tiefen Glauben an das individuelle Potenzial jedes Menschen in sich.
Genau so durfte ich Yoga in der Tradition nach Krishnamacharya und Desikachar bei meinem Lehrer Sriram erfahren – wofür ich bis heute sehr dankbar bin.
Und mit genau dieser Überzeugung begleite ich Menschen auf ihrem Weg.
Denn um das Leuchten in uns geht es doch – ob Yoga oder Coaching.
Autorin:
SHIRIN SALMEN
Schülerin von R.Sriram
Yogalehrerin in der Tradition nach Krishnamacharya & Desikachar
Yogalehrerin BDY/EYU
Systemische Coaching Ausbildung am Campus am See